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Am Pfingst-Sonntag, den 18. Mai 1997 kam es gegen 16:30 nach zwei direkt aufeinanderfolgenden Gewittern mit starken Regengüssen zu einer großen Überschwemmung im östlichen Teil des Dorfes. Die Flutwelle kam sehr schnell aus den beiden Tälern rechts und links vom Ortberg. Während die Fluten von dem Damm in Drebes Wiese noch etwas aufgehalten wurden, war schnell Göbels Haus unter Wasser gesetzt. Als dann die Regenmassen aus dem Alraftsgraben den Damm überschritten hatten, war es auch innerhalb des Dorfes passiert. Eine 30 cm hohe schmutzig braune Brühe kam über die Dorfstraße und riß alles mit, was sich in den Weg stellte. Die Hälfe des Wassers fand den Weg zurück ins 'Flöttchen' der Rest sammelte sich vor Köhlers Haus um dann durch Köhlers Garten über den Spielplatz zum Dorfgemeinschaftshaus und schließlich doch noch in die Werbe abzufließen. Viel Wasser kam noch aus dem Opperbach, der ebenfalls das Bachbett verlassen hatte. Gott sei Dank war aber fast kein Wasser aus Meineringhausen, Strothe und Höringhausen unterwegs. Nach einer halben Stunde ließ dann das Wasser nach. Es konnten die Schäden begutachtet werden und mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. |
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Bereits seit mehreren Tagen war es sehr warm und schwül gewesen. Gegen Mittag begannen sich die Wolken rings herum zuzuziehen. Von weitem waren die ersten Gewitter zu hören. Nördlich und Östlich von Alraft wurde der Himmel dunkel. Es begann zu donnern. Bei uns schien aber immer noch ab und zu die Sonne und es war trocken. Dann begann es mit großen Tropfen zu regnen. Es regnete mehr und mehr. Der Wind kam aus Nordost und wurde böeig. Dann war das Gewitter da! Es regnete heftig und das Gewitter war direkt über uns. Nach 20 Minuten ließ der Regen nach. Von Nordwest nahte das nächste Gewitter. Es dauerte 10 Minuten bis es wieder kräftig regnete, blitzte und donnerte. Auf der Straße war inzwischen soviel Wasser, daß einige Auto's nicht weiterfuhren und am Straßenrand anhielten. Wieder dauerte es nur 20 Minuten. Wir zogen uns Stiefel an und gingen ins Dorf. Da kam das Wasser schon über die Straße gelaufen. Es hatte in der letzten Stunde zwischen 40 und 70 Liter pro m2 geregnet. |
Im einzelnen enstanden folgende Schäden:
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Als erstes waren Trecker und die hiesigen Bagger im Einsatz, um die Kanäle zu öffnen, Mülltonnen aus Hausecken zu ziehen, und Geröll von der Straße zu räumen. Kurz nach dem Wassereinbruch wurde in Alraft, Ober-Werbe und Sachsenhausen Feuerwehr-Alarm ausgelößt. In einer beispiellosen Hilfsaktion konnte ein großer Teil der enstanden Schäden bis 22:00 Uhr beseitigt werden. Die Wehren aus Sachsenhausen und Ober-Werbe waren jeweils mit mehr als 20 Aktiven in kürzester Zeit angerückt. Es begann das Auspumpen und die Reinigung der Keller. Dann wurden Straßen, Plätze und Höfe von Geröll und Schlamm gereinigt. Auch die Bürger des Dorfes halfen bei den Aufräumarbeiten kräftig mit. Am Ende war auf den Straßen fast alles wieder in Ordnung. Nur in den Gärten wird man noch eine Weile an das Unwettter erinnert werden. Zum Schluß wurde allen Helfern noch ein Abendbrot im Dorfgemeinschaftshaus gereicht. |
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Die Bilder haben wir Karin Göbel zu verdanken. Um ein Bild in normaler Größe anzuzeigen, klicken Sie auf das jeweilige Mini-Bild. Der Höhepunkt des Hochwassers war bereits überschritten, als diese Aufnahmen entstanden.
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| Alle Foto's: © 1997 by Karin Göbel, Waldeck-Alraft |
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Das Unwetter lockte auch eine große Zahl von Schaulustigen an. Polizei und Krankenwagen waren im Einsatz. Alles in allem ist es jedoch noch einmal glimpflich abgelaufen.
Wie beim letzen Mal vor 12 Jahren (am 12. Mai 1985) war es wieder ein an einem späten Sonntag-Nachmittag als sich das Unwetter austobte. Dadurch war viele Leute anwesend, die in der Woche ihrer Arbeit nachgehen müssen.
Vielen Dank noch einmal an all die vielen Helfer! |
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